Gallische Dörfer gegen den Klimawandel

Weil der große klimapolitische Wurf noch auf sich warten lässt, hat eine Reihe Kärntner Gemeinden das Heft selbst in die Hand genommen. Mit innovativen Ansätzen beweisen sie, dass Klimaschutz im Kleinen funktioniert - wenn man nur will.
(Auszug aus dem Magazin für Nachhaltigkeit, herausgegeben von der Kelag, Ausgabe 3/2014)


SMARTES NEUHAUS

Die Gemeinde Neuhaus im Bezirk Völkermarkt zählt mit 1.048 Einwohnern zu den kleineren Kommunen Kärntens. Große Ressourcen stehen da nicht zur Verfügung, um in den Kampf gegen den Klimawandel einzusteigen und den Energieverbrauch im Ort zu reduzieren. Die Raumwärme als größere Aufwandsposition ist beispielsweise für Gemeindeverwaltungen ein schwieriges Thema, da schließlich die Gemeinde dafür verantwortlich ist, dass Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Gebäude ausreichend beheizt sind. Neben den eigentlichen Heizkosten verursacht zudem die Steuerung der verschiedenen Heizsysteme einen großen Arbeitsaufwand.

Der Neuhauser Amtsleiter Josef Plimon griff daher zu einem "smarten" Ausweg aus diesem Dilemma: "Wir haben ein System gesucht, mit dem die Regler von Heizkörpern unkompliziert zeitgesteuert werden können." Das war im Jahr 2012. Seit Frühjahr 2013 steuert Plimon 125 Heizkörper in fünf Objekten der Gemeinde zentral - dank SmartHome Austria. Die Technologie, die eine automatisierte Steuerung von Haushaltsfunktionen wie Licht oder Heizung ermöglicht, wird von der Kelag zwar schon länger für Wohnhäuser angeboten, die Adaptierung für eine Gemeinde stellte jedoch eine neue Herausforderung dar. 
ERGEBNIS: Auch mit einer größeren Reglerzahl und IT-Infrastruktur funktioniert SmartHome Austria ausgezeichnet, ein deutlich verringerter Energieverbrauch und damit sinkende Kosten leisten einen Beitrag zu Klimaschutz und Gemeindebudget.