Verbrennen im Freien

Verbrennen im Freien

Aufgrund der Novelle zum Bundesluftreinhaltegesetz ist das punktuelle als auch das flächenhafte Verbrennen biogener wie auch nicht biogener Materialien außerhalb dafür bestimmter Anlagen grundsätzlich verboten.
Auch das Abbrennen kleiner Mengen biogener Materialien aus dem Hausgartenbereich sowie dem landwirtschaftlich genutzten Garten– oder Hofbereich ist verboten.
Die Zuständigkeit der Gemeinde zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist entfallen. Zuständig sind nunmehr neben dem Landeshauptmann die Bezirkshauptmannschaften.

Was ist vom Verbot ausgenommen?

  • Übungen zur Brand– und Katastrophenbekämpfung (Bundesheer, Feuerwehr) sowie Selbstschutzausbildung
  • Lagerfeuer
  • Grillfeuer
  • Abflammen im Rahmen der integrierten Produktion bzw. biologischer Wirtschaftsweise
  • Das punktuelle Verbrennen von geschwendetem Material in schwer zugänglichen alpinen Lagen zur Verhinderung der Verbuschung.

Der Landeshauptmann kann jedoch mit Verordnung zeitliche und räumliche Ausnahmen vom Verbot des Verbrennens biogener Materialien gestatten. Diese Ausnahmen sind taxativ festgelegt (z.B. Verbrennen von schädlingsbefallenen Materialien, Räuchern in Obst– und Weingartenbereichen, Feuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen, Abbrennen von Stroh auf Stoppelfeldern, Verbrennen von Rebholz in schwer zugänglichen Lagen).
Sofern keine Verordnung des Landeshauptmannes besteht, kann die Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag zeitliche und räumliche Ausnahmen vom Verbot in Fällen von Verbrennen  schädlings– und krankheitsbefallener Materialien sowie Verbrennen von Rebholz in schwer zugänglichen Lagen erteilen.

Zusätzlich zu dieser Verbrennungsverbot-Ausnahmenverordnung, mit dem Ziel der Luftreinhaltung, ist auch die Kärntner Gefahren– und Feuerpolizeiordnung zu berücksichtigen, wonach für das Verbrennen im Freien im bebauten Gebiet eine Ausnahmegenehmigung des Bürgermeisters erforderlich ist.

Weitere Ausnahmen vom Verbrennungsverbot sind nicht möglich.